Drehscheibe berufliche und soziale Integration
12.03.2007Der Stadtrat wird eingeladen, die Einrichtung einer zentralen Anlauf- und Beratungsstelle "berufliche und soziale Integration" innerhalb des Departements Soziales zu prüfen. Dabei ist abzuklären, ob sich der Ausbau des "Work-in" zu einer solchen Anlauf- und Beratungsstelle aufdrängt.
Begründung
Die Erwerbslosigkeit und ihre Folgeerscheinungen gehören zu den ganz grossen Herausforderungen, jetzt und in Zukunft. Erwerbslosigkeit kann zu einschneidenden psychischen Belastungen bei den Betroffenen und ihrem Umfeld führen und belastet die öffentlichen Finanzen massiv.
Obwohl die Zahl der Erwerbslosen zurückgeht, bleibt die Jugend- und Langzeiterwerbslosigkeit sehr hoch. Der sozialen und beruflichen Integration kommt daher eine grosse Bedeutung zu. Damit die vorgeschlagene Anlauf- und Beratungsstelle eine hohe Wirkung entfalten könnte, brauchte sie - analog zum Stadtmarketing - das nötige politische Gewicht und müsste sich zu einem Kompetenzzentrum entwickeln.
Die soziale und berufliche Integration wird durch Projekte der KAP, durch die Sozial- und Erwachsenenhilfe (dabei insbesondere das "Work-in" und die Fachstelle für junge Erwachsene), das RAV, verschiedene private Anbietende von Arbeitsintegrationsprojekten, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vorangetrieben. Dieses vielfältige Angebot erschwert es den Erwerbslosen, ihrem privaten Umfeld, den Sozialarbeitenden und den Unternehmungen eine Übersicht über die berufliche und soziale Integration zu erhalten.
Die zentrale Anlauf- und Beratungsstelle sollte für alle erwähnten Personengruppen (Erwerbslose, Umfeld, Sozialarbeitende, Unternehmungen) zugänglich sein und hätte die Aufgabe, diese in ihren Fragen und Anliegen unkompliziert und kompetent zu beraten, und sie an die konkret geeigneten Stellen weiterzuleiten. In Berücksichtigung der hohen Jugenderwerbslosigkeit und deren drastischen Auswirkungen auf die individuelle und gesellschaftliche Zukunft, sollte der beruflichen Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein besonderer Stellenwert innerhalb der zentralen Anlauf- und Beratungsstelle gegeben werden.
Die momentane Besetzung der Fachstelle für junge Erwachsene innerhalb der Sozial- und Erwachsenenhilfe mit nur einer Person wird der Problematik zu wenig gerecht.
Andi Daurù |