SP Winterthur sagt nein zum «House of Winterthur»

SP Winterthur

Die SP Winterthur hat an ihrer letzten Mitgliederversammlung deutlich die Nein Parole zur Abstimmungsvorlage «House of Winterthur beschlossen». Die Standortförderung und die Stadtentwicklung muss eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand sein.

(Bild: Michael Hotz; züriost, 02.02.2017)

Die SP stellt sich gegen den Vorschlag Winterthur Tourismus und Standortförderung Region Winterthur zu einer neuen Organisation «House of Winterthur» verschmelzen zu lassen. Mit diesem Schritt würde die Standorts- und Wirtschaftsentwicklung noch mehr an eine private Trägerschaft ausgelagert. Es hat sich klar gezeigt, dass die Standortförderung einseitig eigene Interessen verfolgt. «Das vehement propagierte Projekt mit dem Abriss des Theaters hat deutliche aufgezeigt, dass die Anliegen der Bevölkerung nur zweitrangig berücksichtigt werden,» stellt SP Co-Präsident Christoph Baumann fest. Insbesondere kritisiert die SP die einseitige wirtschaftliche Ausrichtung des House of Winterthur. Die Bereiche Kultur und Tourismus erhalten nur ein sehr geringes Stimmengewicht im neuen Verein.

Als störend empfindet die SP den Rollenkonflikt, in den der Stadtpräsident als direkte Führung des «House of Winterthur» kommen wird. «Man beachte, dass ein weit geringerer Rollenkonflikt beim Kantonsspital (KSW) und der Integrierten Psychiatrie Winterthur (ipw) als wichtiger Grund für die neue Rechtsform angefügt wird,» ergänzt Maria Sorgo. Mit der Umwandlung würden auch zwei städtische Angestellte ihren Arbeitsplatz ins House of Winterthur zügeln. Dies lässt für den Führungsanspruch der öffentlichen Hand in der Stadtentwicklung nicht viel Gutes erahnen.

Die SP ist klar der Meinung, dass Standort- und Wirtschaftsförderung eine Kernaufgabe der öffentlichen Hand ist. Mit Gestaltungswillen und einer ausgewogenen gesamtstädtischen Sicht können die Aufgaben erfolgreich bewältigt werden. Winterthur braucht Lösungen, mit denen die sozialen, kulturellen, bildungs-, verkehrs- und wirtschaftspolitischen Stärken der Stadt gleichermassen gefördert werden.

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