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Aktuell

Nein zur mutwilligen Zerstörung der Aids-Info-Stelle

Pressemitteilung der SP-Fraktion Winterthur vom 20. Februar 2004
21.02.2004

Für die SP-Fraktion ist es schlicht unbegreiflich und verantwortungslos, wenn aus kurzfristigen und kurzsichtigen Sparüberlegungen heraus die Aids-Prävention geradewegs abgeschafft wird!

Am kommenden Montag muss der Gemeinderat einmal mehr über eine stadträtliche Sparmassnahme aus Win03 befinden: In seiner Weisung verlangt der Stadtrat, der Aids-Info-Stelle ab 2005 den jährlichen Beitrag von bisher Fr. 80'000.- auf die Hälfte zu kürzen! Eine wahrscheinliche Folge von diesem Entscheid dürfte sein, dass auch der Kanton dann seinen jährlichen Beitrag im selben Umfang kürzen wird.

Eine Reduktion des Budgets um insgesamt Fr. 80'000.- oder rund 30% des Gesamtaufwandes wäre jedoch für die Aids-Info-Stelle nicht zu verkraften und würde zwangsläufig zur Schliessung dieser bewährten, seit 1992 bestehenden Stelle führen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass seit einiger Zeit die Zahl der Neuansteckungen mit dem HI-Virus wieder stark zunehmen - gemäss BAG kam es allein im Jahr 2002 zu 800 Neuansteckungen! - ist es für die SP-Fraktion schlicht unbegreiflich und verantwortungslos, wenn aus kurzfristigen und kurzsichtigen Sparüberlegungen heraus mit einer so massiven Kürzung des städtischen Beitrages die Aids-Prävention geradewegs abgeschafft wird!

Auch wenn die Stadt sich momentan in schwierigen finanziellen Verhältnissen befindet, so sind Fr. 40'000. - dennoch ein sehr geringer Betrag im Vergleich mit den massiven Behandlungskosten, die jede HI-positive Person benötigt!

Die Aids-Info-Stelle Winterthur hat in den vergangenen 12 Jahren ihres Bestehens bewiesen, dass sie mit innovativen Projekten, kreativer Öffentlichkeitsarbeit und sozialpädagogischen Angeboten ein breites Zielpublikum erreicht und ein wichtiges und wirksames Instrument im Kampf gegen die Krankheit Aids darstellt. Deshalb wird die SP-Fraktion sich am nächsten Montag vehement dafür einsetzen, dass die Aids-Info-Stelle weiterhin genügend Mittel erhalten wird, um ihre wichtige und notwendige Aufklärungsarbeit fortsetzen zu können!

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