Wohnen muss bezahlbar seinMedienmitteilung der SP Gemeinderatsfraktion
29.12.2009
Der steigende Nachfragedruck auf dem Wohnungsmarkt Winterthur bedeutet für die SP, dass sie sich verstärkt für bezahlbaren Wohnraum einsetzen wird. Ebenso will die Partei die MieterInnen schützen und die Lebensqualität in den Quartieren erhalten. Um die Entwicklung in diese Richtung zu lenken, werden in den nächsten Wochen eine Reihe von parlamentarischen Vorstössen eingereicht.
In der Stadt Winterthur nimmt der Druck auf den Wohnungsmarkt immer mehr zu. Dies ist primär auf das stetige Bevölkerungswachstum zurückzuführen. Die SP sieht in diesem Wachstum eine Antwort auf die zunehmende Zersiedelung. Sekundär ist der Bestand an (energetisch) sanierungsbedürftigen Bauten in Winterthur überdurchschnittlich hoch. Im Moment stehen daher viele Renovationen an. Das Resultat davon sind steigende Mieten und ein ungemeiner Druck auf Verdichtung in bestehenden Siedlungen.
Die SP will sich deshalb verstärkt für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Die Mieten müssen in einem für die Haushalte tragbaren Rahmen bleiben und dürfen nicht einen noch höheren Teil der Kaufkraft abschöpfen. Es sollen neue, bezahlbare Wohnungen geschaffen werden und bei Sanierungen ist die Mietzins-Erhöhung auf ein Minimum zu beschränken. Die MieterInnen sollen auch nach dem Umbau zu vertretbaren Konditionen in ihren angestammten Wohnungen bleiben können. Die Stadt soll aktiv darauf hinwirken, dass die Lebensqualität in den Quartieren erhalten bleibt und zusammen mit Eigentümern und MieterInnen zukunftsfähige Lösungen gefunden werden.
Die SP sieht für die Stadt grossen Handlungsbedarf im Immobilien-Management. So soll die Stadt eine aktive Kaufpolitik anstreben und sich als Anbieterin von günstigem Wohnraum in den Wohnungsmarkt einbringen. Ebenso soll sie eigenes Land vor allem an Genossenschaften abgeben, welche sich dem Prinzip der Erweiterung von günstigem Wohnraum verpflichtet haben.
Von der Stadt Winterthur verlangt die SP Fraktion zudem ein Konzept zur Förderung und Erstellung von sozialem Wohnraum und Wohnraum für bestimmte Gruppen wie Studierende oder ältere Menschen.
Zusammen mit MieterInnen im Talgut
Im konkreten Fall des Talgut-Quartiers fordert die SP die Stadt, aber auch die privaten Eigentümer auf, im Dialog mit den MieterInnen nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Es darf nicht sein, dass langjährige MieterInnen im Talgut Angst haben, nach teuren Sanierungen aus diesem Quartier wegziehen zu müssen. Ebenso wenig darf der einzigartige Charakter dieses Quartiers einer unbedachten Verdichtung geopfert werden.
|