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Aktuell
Volksinitiative "Mehr Kinderbetreuungsplätze für Winterthur" der SP FrauenPressekonferenz vom 14. Januar 2010 in der Kita Loki
15.01.2010
Am 14. Januar 2010 fand die Pressekonferen zur Kinderbetreuungsinitiative der SP Winterthur mit Oliver Seitz, Jacqueline Romer und Martina Wipf statt.
Ein Kompromiss der SP-Fraktion zur Initiative für mehr Krippenplätze hat in der vorberatenden Gemeinderats-Kommission eine Mehrheit gefunden. Am Montag wird im Rat darüber abgestimmt. Der Kompromiss sieht vor, dass die Kosten für die fehlenden Krippenplätze auf zwei Jahre verteilt werden. Zudem ist in der Umsetzungsvorlage kein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz mehr vorgesehen.
Wichtige Eckpunkte zur Volksinitiative "Mehr Kinderbetreuungsplätze für Winterthur"
Lancierung der Initiative:
Die Volksinitiative "Mehr Kinderbetreuungsplätze für Winterthur" wurde am 8. Juni 2006 amtlich veröffentlich. Initiiert wurde sie von den SP-Frauen (Frauen-Power), das Initiativkomitee bestand auch ausschliesslich aus Frauen.
Hintergrund der Initiative:
Hintergrund der Initiative bildete der Umstand, dass in Winterthur zur Zeit der Initiativlancierung bzw. -einreichung ca. 130 subventionierte Plätze oder Angebote für ungefähr 250 Kinder im Vorschulbereich fehlten. Die privaten Kinderkrippen nahmen bis zu diesem Zeitpunkt zwar erfreulich zu, die nicht subventionierten Tarife von über 100 Fr. pro Kind und Tag können sich aber viele Familien nicht leisten.
Ziel der Initiative:
Ziel der Initiative war, die familien- und schulergänzenden Betreuungsangebote - zusammen mit Privaten - zu einer verbindlichen und dauerhaften Aufgabe der Stadt Winterthur zu machen. Und zwar soll sich das Angebot an der ausgewiesenen Nachfrage orientieren. Zudem muss das Angebot qualitativ gut und breit gefächert sein.
Vorteile der familienergänzenden Kinderbetreuung:
- Für die Kinder, weil ihre sprachlichen Fähigkeiten und ihre sozialen Kompetenzen in der Gruppe gefördert werden
- Für die Familien, weil dadurch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert wird und Frauen nach teuren Ausbildungen nicht aus dem Erwerbsleben aussteigen
- Für die Schule, weil sie dadurch in ihren Bemühungen für Integration, Gesundheitsförderung und Gewaltprävention unterstützt wird
- Für die Gesellschaft, weil dadurch Familien und Alleinerziehende finanziell unabhängiger bleiben und Kinder weniger zu einem Armutsrisiko werden
- Für den (Wirtschafts-)Standort Winterthur, weil dadurch die Stadt nicht auf die berufstätigen und steuerzahlenden Mütter verzichten muss und die Stadt als verlässliche Partnerin ihren Einwohnenden auch im Falle von Elternschaft Sicherheit und Attraktivität bietet.
Sammlung der Unterschriften:
Bereits zwei Monate vor Ablauf der Sammelfrist haben die SP-Frauen mit 1200 unterzeichneten Initiativbögen die notwendigen Unterschriften zusammengebracht. Was ein Zeichen dafür ist, dass mit der Initiative ein echtes Bedürfnis der Bevölkerung aufgegriffen worden ist.
Einreichung der Initiative
Am 8. Dezember 2006 konnte eine SP-Frauendelegation die Volksinitiative "Mehr Kinderbetreuungsplätze für Winterthur" mit ca. 1300 Unterschriften an Stadträtin Pearl Pedergnana überreichen.

Jacqueline Romer, Oliver Seitz und Martina Wipf an der Pressekonferenz in der der Kita Loki
Alltag in der Kinderkrippe (pdf) |
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