SP begrüsst den Anstoss der politischen Diskussion

SP Winterthur

Die SP begrüsst, dass der Stadtrat mit dem Museumskonzept die politische Diskussion anstösst, sieht aber Bedarf an Korrekturen hinsichtlich der Strategie und Konkretisierungen bei der Umsetzung.

Das vom Stadtrat vorgelegte Museumskonzept zeigt die Entwicklungen verständlich auf und macht auf nötigen Veränderungsbedarf aufmerksam. Wir sind erfreut, dass der Stadtrat dieses wichtige Geschäft gemeinsam mit dem Parlament weiterberaten und konkretisieren will.

Aus Sicht der SP ist insbesondere die 3-Haus-Strategie noch einmal kritisch zu hinterfragen. Gerade die Leihausstellung der Bildersammlung Hahnloser/Jaeggli in Hamburg hat ja gezeigt, dass diese Kunstschätze auch durchaus in „fremdem Ambiente“ erfolgreich und als Publikumsmagnet gezeigt werden können. „Die 2-Haus-Lösung hätte den Vorteil, dass mehr Möglichkeiten für wechselnde und attraktive Ausstellungen bestünden, welche einen positiven Einfluss auf die Besucherzahlen hätten“, ist Ursina Meier überzeugt.

Der Zusammenzug aller Museen unter einem gemeinsamen Dach macht organisatorisch, von der Vermarktung her und auch im Sinne der Nutzung gemeinsamer Synergien Sinn. Für die SP müssen diese Strukturen sehr sorgfältig und neu ausgerichtet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass alte Abläufe einfach übernommen und gewinnbringende Änderungen verpasst werden. Hier wird es wesentlich sein, dass klare Aufgaben, Verantwortungen und Kompetenzen formuliert werden und diese auch mit klaren Zielen und transparenten Kriterien unterlegt werden.

Für die SP darf es nicht sein, dass die Förderung der Museumskultur zu Lasten der Vielfältigkeit geht. „Der SP ist es wichtig, dass im Gegensatz zur Kunstvermittlung die Stadt auch das Kunstschaffen im gleichen Masse wie bisher sichert. Dazu gehören z.B. die Subventionsverträge, die Projektbezogenen Beiträge ans Kulturschaffen, die Förderung von Kleinausstellungen, Festivals oder Musikclubs und auch die Förderung der Quartierkultur.“ Die Kulturangebote für alle Bedürfnisse dürfen nicht für Leuchttürme für einen bestimmten Kulturgenuss geopfert werden“ stellt Christoph Baumann die Haltung der SP klar.

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