Bessere Betreuung in der Sozialhilfe lohnt sich

SP Winterthur

Die Studie der ZHAW zur Falllast in der Sozialhilfe bestätigt die langjährige Kritik der SP, dass Kürzungen beim Personal im Bereich der Sozialhilfe gesamthaft zu Mehrkosten führen. Die SP begrüsst die beantragte Stellenaufstockung und wird ihr zustimmen.

Die Studie der ZHAW zur Falllast in der Sozialhilfe zeigt deutlich auf, dass eine intensivere Betreuung von Sozialhilfebeziehenden zur besseren Integration und zu tieferen Kosten führt. Bereits der Bericht des Büro BASS hatte Anfang 2016 festgestellt, dass in Winterthur personelle Ressourcen für eine angemessene und effektive Fallführung fehlen - dies hat sich nun mit der ZHAW-Studie bei der Erprobung eindrücklich bestätigt. Betreuen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter weniger Sozialhilfebeziehende, so können sie dank höherer zeitlicher Resssourcen mehr Gespräche führen, was die Suche und Erarbeitung von individuellen Lösungen begünstigt. So konnten gemäss ZHAW-Studie insbesondere mehr gezielte Arbeitsintegrationsmassnahmen stattfinden. Die Studie empfiehlt eine Falllast von 75 Fällen pro Vollzeitstelle in der Langzeitberatung für alle Sozialarbeitenden.

Mit rund 145 Fällen pro Vollzeitstelle ist die Stadt noch weit von diesem Ziel entfernt. Die SP Winterthur begrüsst daher die beantragte Stellenaufstockung und wird ihr im Rahmen der Budgetberatung zustimmen. „Die SP ist erfreut, dass nun konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen, welche im Sinne einer gezielten und wirkungsvollen Arbeit von allen Parteien mitgetragen werden sollten. Im Zentrum muss eine tragfähige Sachpolitik und nicht die polemische Kritik der betroffenen Sozialhilfebeziehenden und der Sozialen Dienste stehen,“ fordert Silvana Naef, SP-Gemeinderätin. „Nicht zuletzt geht es darum, den Sozialhilfebeziehenden möglichst gute Chancen dafür zu geben, sich von der Sozialhilfe abzulösen und sich wieder, respektive vermehrt, in den Arbeitsmarkt integrieren zu können.“ sagt Bea Helbling, SP-Gemeinderätin. „Die bessere Begleitung der Sozialhilfebezügerinnen und –bezüger lohnt sich langfristig, das zeigt die ZHAW-Studie eindrücklich auf. Eine intensivere Begleitung ist also ein Gewinn für beide Seiten.“

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