Ade Winterthurer Medienvielfalt

SP Bezirk Winterthur

Eine Gefahr für die Meinungsfreiheit

Die SP Winterthur ist schockiert über den Verkauf des Winterthurer Stadtanzeiger an das Blocher-Medienhaus. Die Übernahme ist eine Gefahr für die Medien- und Meinungsvielfalt im Raum Winterthur.

Vor einem Jahr verurteilte die SP Bezirk Winterthur mit einer Aktion den Kauf der Winterthurer Zeitung durch Milliardär und SVP-Chefstratege Christoph Blocher und warnte vor Politpropaganda. Zu Recht, wie sich herausstellte: Blocher lässt es sich nicht nehmen, in seinen Gratiszeitungen selber präsent zu sein und mit seiner politischen Meinungsmache ein Millionen-Publikum zu erreichen.

„Was vor einem Jahr galt, gilt auch heute: Wer Medien besitzt, hat Macht. Die Übernahme des Stadtanzeigers ist eine Gefahr für die Medien- und damit auch Meinungsvielfalt im Raum Winterthur.“ kritisiert SP Co-Präsidentin Mattea Meyer. Bisher gab es mit dem Landboten und dem Stadtanzeiger immerhin noch zwei Printmedien, die ausgewogen über das Geschehen in Winterthur berichteten.

Nicht nur angesichts dieser gefährlichen Medienkonzentration wird die Ankündigung des Stadtrats noch zu reden geben, in Zukunft amtliche Publikationen nicht mehr im Landboten zu veröffentlichen. „Gerade wenn vermehrt auf Digitalisierung gesetzt wird, dürfen nicht jene vergessen gehen, die keinen Internetzugang haben. Die SP wird in den Beratungen im Gemeinderat ein Augenmerk darauf haben, dass alle zu ihrem Recht auf Informationen kommen.“ kündigt Co-Präsident und Gemeinderat Felix Steger an.

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