Keine Wertschätzung für städtische Mitarbeitende

SP Bezirk Winterthur

Das vom Stadtrat präsentierte Budget 2019 war ausgewogen. Nach jahrelangem Abbau sollten verschiedene Schlüsselbereiche in der Stadtverwaltung gestärkt werden. Während der Debatte im Gemeinderat wurde diese nötige Stärkung verhindert. „Bei verschiedenen Kürzungsanträgen zeigte sich, dass bei finanzpolitischen Fragen immer noch die gleiche bürgerliche Mehrheit am Drücker ist wie vor den letzten Wahlen“, erklärt Gemeinderat und Co-Präsident Felix Steger. Bei den meisten Anträgen war es eine hauchdünne Mehrheit, die über die Anträge entschieden haben. Insbesondere der Umgang mit den städtischen Mitarbeitenden stösst der SP sauer auf.

Gleich mehrere Abbauanträge beim Personal wurden während der Budgetdebatte gestellt. Der Abbau bei den Lohnmassnahmen wiegt für die SP am schwersten. „Das Personal hat in den letzten Jahren einen grossen Beitrag zur erfolgreichen Sanierung der städtischen Finanzen geleistet“, stellt Vize-Fraktionspräsidentin Maria Sorgo klar. Weiterer Abbau beim Personal ohne Not gefährdet nicht nur die Arbeitsmotivation der Mitarbeitenden, sondern macht die Stadt als Arbeitgeberin noch unattraktiver. Doch der Abbau der Verwaltung hat auch Konsequenzen für die Entwicklung unserer Stadt. „Der Gemeinderat anerkennt die Wirkung der städtischen Verwaltung nicht“, erklärt Gemeinderat und Kantonsratskandidat Roland Kappeler. Im Städtebau, in der Stadtkanzlei oder bei der Berufsbildung wollte der Stadtrat nötige Stellen schaffen, um anstehende Herausforderungen zu bewältigen. Die Notwendigkeit wurde vom Gemeinderat zwar selten bestritten. Die knappe bürgerliche Mehrheit war aber nicht konsequent genug, diese dringend nötigen Stellen dann auch zu bewilligen. Diese Haltung sorgt bei der SP für Kopfschütteln.