Steuergeschenke für Immobilienfirmen? Nein zum Steuergesetz!

Leserbrief von Patricia Heuberger, SP Zell

Möchten Sie privaten Immobilienfirmen ein Steuergeschenk machen? Selber aber nicht in den Genuss einer Steuererleichterung kommen? Nein? Dann stimmen Sie NEIN zur kantonalen Vorlage „Steuergesetz“.

Denn die kantonale Vorlage „Steuergesetz“ sieht vor, dass private Immobilienfirmen beim Verkauf von Liegenschaften ihre allgemeinen Geschäftsverluste in die Steuerberechnung der Grundstückgewinnsteuer einfliessen lassen können. Und da die Grundgewinnstücksteuer ausschliesslich den politischen Gemeinden zu Gute kommt, führt dies zu grossen Steuerausfällen in den Gemeinden. Diese Einnahmen werden aber dringlich gebraucht, um die neu erstellten Immobilienprojekte an die lokale Infrastruktur anzubinden: Strassen und Leitungen, neue Schulhäuser, Anbindung an den öffentlichen Verkehr bezahlen sich schliesslich nicht von selbst. Sondern eben über Steuergelder. Aber anstatt die Immobilienfirmen dafür angemessen zur Kasse zu bitten, wird ihnen eine Steuererleichterung geschenkt.

Als angehende Gemeinderätin schaue ich mit Besorgnis der Tendenz entgegen, eine immer grössere Finanzlast den Gemeinden aufzubürden. Meiner Meinung nach müssten private Unternehmen ihren Beitrag zur Gemeindeentwicklung leisten, anstatt die finanzielle Last zu verstärken. Deshalb: stimmen Sie am 10. Juni NEIN zum kantonalen Steuergesetz.