Theater Winterthur: Neue Rechtsform nur ohne Verschlechterungen!

SP Winterthur

Die SP wird die Schaffung einer neuen Rechtsform für das Theater Winterthur kritisch begleiten. Voraussetzung dazu ist in jedem Fall die Sicherung der hochstehenden Qualität des Programms, der Gemeinnützigkeit und der Anstellungsbedingungen des Personals.

Die Auslagerung des Theaters Winterthur aus der Stadtverwaltung geht auf eine Motion zurück, die von einer bürgerlichen Ratsmehrheit überwiesen wurde. Die SP äusserte sich in der damaligen Ratsdebatte mehrheitlich kritisch dazu. Dass die Budgetierung und Rechnungslegung aufwändig ist, da zum Beispiel die Theatersaison nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, ist unbestritten. Die Gemeinnützigkeit muss allerdings auf jeden Fall gewährleistet werden. Ob dafür die Aktiengesellschaft die richtige Rechtsform ist, bleibt für die SP fraglich. «Wir anerkennen den Wunsch nach mehr operativem Handlungsspielraum. Eine Gewinnabschöpfung muss aber vertraglich ausgeschlossen werden, unabhängig von der Rechtsform», meint Markus Steiner, Präsident der Sachkommission Bildung, Sport und Kultur (BSKK).

Die Auslagerung ist keine Sparmassnahme. Die Stadt bleibt in der Pflicht gegenüber einer der wichtigsten Kultureinrichtungen Winterthurs. «Die hochstehende Qualität und die künstlerische Unabhängigkeit des Programms im grössten Gastspielhaus der Schweiz muss auch in der neuen Rechtsform mit einer Leistungsvereinbarung im gleichen finanziellen Umfang gesichert sein», hält Gabi Stritt, Mitglied der BSKK fest.

Die SP begrüsst, dass ein Gesamtarbeitsvertrag die Gleichstellung mit den städtischen Mitarbeitenden garantieren soll. «Die Auslagerung darf nicht zu einer Verschlechterung der Anstellungsbedingungen führen», betont Pia Schoch, Mitglied der BSKK. Der Wunsch, die Gemeinden vermehrt und längerfristig sowie künftig auch Private in die Trägerschaft einzubinden, kann unterstützt werden. Allerdings erachtet die SP dafür andere Rechtsformen, wie beispielsweise Genossenschaften, als zielführender.

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