BVK-Offerte für die Pensionskasse bestätigt den Stiftungsrat

SP Winterthur

 

Für die SP Winterthur bestätigt die Offerte der BVK, dass der Stiftungsrat der Winterthurer Pensionskasse die Lage stets richtig eingeschätzt hat: Die Stadt hat die Kasse vor fünf Jahren mit viel zu wenig Kapital in die Selbständigkeit entlassen. Deshalb braucht es jetzt eine zweite Tranche. Die SP ist bereit, einen Anschluss an die BVK offen zu prüfen, wenn die Stadt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnimmt und das fehlende Geld einzahlt.

 

Schon im März 2017, als der Stiftungsrat der Pensionskasse Stadt Winterthur (PKSW) sein Vorsorgemodell 2020 mit tieferen Renten und höheren Lohnabzügen vorstellte, hielt SP-Gemeinderat Roland Kappeler fest: «Die Stadt hat ihre Pensionskasse 2014 mit zu wenig Kapital in die Selbständigkeit entlassen, nun müssen wir nachbessern.»

Im Dezember 2017 bezifferte der Stadtrat die Unterdeckung auf rund 210 Mio. Franken, davon 144 Mio. allein für bereits laufende Rentenverpflichtungen. Eine entsprechende Vorlage ging ins Parlament. Die Bürgerlichen wollten das nicht wahrhaben, rügten den Stiftungsrat, verzögerten den parlamentarischen Prozess und verlangten, den Anschluss an die kantonale Pensionskasse (BVK) zu prüfen. Nun liegt die Offerte vor: Für einen Anschluss des städtischen Personals an die BVK müsste die Stadt ca. 216 Mio. Franken zahlen.

 

Die SP sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt: «Der Anschluss an die BVK kostet gleich viel wie eine Ausfinanzierung nach dem neuen Vorsorgemodell», konstatiert Gemeinderätin Regula Keller. Und Gemeinderätin Maria Sorgo denkt über die mögliche Zukunft nach: «Die SP verschliesst sich einem Anschluss an die BVK nicht generell. Das Personal erhielte vergleichbare Bedingungen, das Thema wäre entpolitisiert. Aber die Stadt trägt weiterhin Arbeitgeberrisiken – hätte hingegen keine Mitsprache mehr.» Diese Vor- und Nachteile gilt es sorgfältig abzuwägen. Die SP beteiligt sich konstruktiv an diesem Prozess, sobald der Grosse Gemeinderat seinen Beitrag leistet, damit das neue Vorsorgemodell in Kraft treten kann.

 

 

Für weitere Informationen:

 

Roland Kappeler, Gemeinderat SP, 077 407 50 85

Maria Sorgo, Gemeinderätin SP, , 079 778 11 23

Regula Keller, Gemeinderätin SP, , 079 460 88 54